Historie

Am 12.Juli 1891 wurde der Reitverein >>Sturmvogel<< gegründet, der sowohl die Ausbildung der jungen Reiter als auch die Interessen der Pferdezucht ermöglichen sollte.


Erster Vorsitzender wurde Bernhard Bullig, Butzhausen. Folgendes Statut wurde beschlossen:

Natürlich wurden die Statute im Laufe der Jahre geändert und vervollständigt.

Die Ausritte, die alle 14 Tage stattfanden, dienten außerdem als Heimatkunde und Reiter, die sich sehr häufig beteiligten bekamen sogar Geldprämien. Da es zu dieser Zeit noch nicht üblich war, dass Frauen ritten, setzten diese sich regelmäßig in einem Kränzchen zusammen, um für den Verein die Fahnen und Schulterbänder zu beschriften und zu besticken.
Erst im Jahre 1913 wurde eine Reithalle (jetziger Stall) erbaut, in dem regelmäßig Tierschauen abgehalten wurden und auch der regelmäßige Unterricht stattfand. Vor 1913 fand all dieses unter freiem Himmel statt.

1922 wurde die Halle noch einmal auf die jetzige Länge ausgebaut.
Die Halle wurde als Gemeinschaftsprojekt vom Stedinger Reitklub (jetzt Bettingbühren) und dem Sturmvogel erbaut.
Für die Pflege der Halle und der Außenanlage stellte man das Ehepaar Henjes ein, die in der Wohnung (jetzt Sattelkammer) hausten. Zu ihren Aufgaben zählte nicht nur die Pflege der Anlage, sondern auch die Organisation der vielen Veranstaltungen, die während eines Jahres in der Halle stattfanden.

Für die Ausbildung der Reiter wurde der Hofbereiter Wendte eingestellt, der von 1915 bis 1938 in Berne mit Erfolg arbeitete und auch die erste Damenreitabteilung 1924 ins Leben rief:

Während des Krieges (1939-1945) wurde die Halle als Kornlager gebraucht und nach dem Krieg bis Ende 1946 als Brennholzlager. In den Jahren nach dem Krieg war der Pferdesport nicht möglich, da die meisten Pferde von den Alliirten beschlagnahmt wurden.

In der Halle trainierten nicht nur Reiter, sondern auch die Turner, die bis 1960 hier ihre Übungsstunden abhielten. Und auch Feste der Gemeinde wie Dorfgemeinschaftsfeste hielt man hier ab. Zu den Reitstunden am Dienstag und Freitag kamen vor allem die Bauernsöhne und Lehrlinge aus der Umgebung. Die Wege nach Bardewisch, Neuenhuntorf, Barschlüte, Weserdeich usw. legte man im Sattel zurück. Moderne Anhänger gab es noch nicht. So waren Pferde zumindest schon mal warm geritten. Wegen des zunehmenden Straßenverkehrs wurde es für die Reiter vor allem im Winter immer schwieriger zur Halle zu kommen, sodass 1956 die ersten Ställe errichtet wurden. 1961 wurden weitere 8 Ställe in einem Anbau an der Halle untergebracht. Im Sommer wurde auf den Außenplätzen trainiert und der Geländeunterrichtfand am Warflether Sand statt.

Im Verein gab es nicht nur zahlreiche Reiter, sondern auch Fahrer, die sich regelmäßig bei Berner Rennen mit Fahrern aus der Umgebung missen:

Diese Renne lockten zahlreiche Zuschauer von überall her an.

Bis in die 50er Jahre waren fast alle Stedinger Bürger im Reitverein, der Mitgliedsbeitrag betrug 5,- DM und man hatte zusätzlich freien Eintritt im Himmelfahrtsturnier.
Seit 1940 übernahm Hinrich Bothe den Posten als Reit und Fahrlehrer. Durch sein abwechslungsreiches Programm kam der Spaß bei dern jungen Reitern nie zu kurz.
Im Laufe der Jahre wuchs das Interesse der Reiterei und vor allem das Interesse am Turniersport, sodass man Anfang der 70er Jahre den Bau einer neuen größeren Halle plante. Dabei entstanden Diskussionen um den Standort des Neubaus. Gerold Wenke und Werner Logemann setzten sich dabei durch, die neue Halle in Berne zu bauen. Heinrich Osterloh ging mit einem Teil des Vereins nach Bettingbühren.
1976 war es dann soweit: Nachdem die Mitglieder des Turnvereins ihre Anteile dem Sturmvogel gespendet hatten, baute man eine neue größere Halle. Die Arbeiten am Bau übernahmen größtenteils die Mitglieder selber.

Damals wie heute ist das Rasteder Landesturnier ein Highlight für viele Reiter. Dirk Wardenburg war einer der erfolgreichsten Sturmvogel-Reiter auf diesem Turnier und wurde 1960, 1962 und 1964 Landesmeister der Vielseitigkeitsreiter:

Aber auch in der Mannschaftswertung konnte der Sturmvogel sich sehen lasse und konnte 1958 und 1959 den 3. Platz belege, sowie 1973 den 2. Platz.

Vorstandshistorie:


 

Joomla templates by a4joomla