Lehrgang Bodenarbeit

Allerlei Buntes befand sich am vergangenen Wochenende in der Reithalle des Stedinger Reit- und Fahrvereins "Sturmvogel" Berne. Flaggen, Banner und Luftballons gehören zum Equipment von Trainerin Andrea Kotulla-Möhlmann. Der erste Lehrgangstag widmete sich der Bodenarbeit. Zu Fuß näherten sich die neun Pferde und ihre führenden Reiter verschiedenen Schreckhindernissen. Gelassenheit und Desensibilisierung gegenüber unbekannten Situationen und Herausforderungen standen dabei im Vordergrund. Kotulla-Möhlmann, die seit Jahren die Showreiter Weser-Ems der Fördergemeinschaft Oldenburger Pferdesport e.V. trainiert, vermittelte wie der Partner Pferd an ein Podest oder das Überqueren einer Plane herangeführt werden sollte. 
Am Sonntag ging es nach einer Wiederholung in den Sattel. Nun galt es das Gelernte auf dem Pferderücken anzuwenden und eine Reihe bunter Hindernisse im Schritt und Trab zu überwinden. 
 
Organisiert hat den Lehrgang Silvia Lübbers. Sie überzeugt die  Möglichkeit neue Herausforderungen zu meistern und freut sich über die Abwechslung zum klassischen Wintertraining. Unabhängig vom Alter oder Ausbildungsstand wachse das Vertrauen zwischen Vier- und Zweibeiner.
 
Vereinskollegin Katrin Henschel stimmt dem zu. Ihre 8-jährige Tochter Jonna gehörte mit ihrem Pony "Kunterbunt" zu den jüngsten Teilnehmern. Beide seien stolz auf ihren "Kunti", wie nervenstark er sich im Lehrgang gezeigt hätte. Für Kinder biete der Lehrgang die Möglichkeit, ihre Ponys verstärkt als Partner mit individuellen Eigenschaften, wie Ängsten, zu erleben. "Bodenarbeit ist absolut etwas für Kinder!", empfiehlt die Mutter. Die Kinder würden anschließend kleinschrittiger und geduldiger mit ihren vierbeinigen Partnern arbeiten. 
 
Der dreijährige Wallach von Sturmvogel Jana Spark war das jüngste Pferd in der Bahn. Auch sie hatte den Lehrgang als vertrauensbildende Maßnahme gesehen, schließlich sind sie noch nicht lange ein Duo. Sie möchte mit ihrem Pferd später an Turnieren teilnehmen und erhofft sich vom Lehrgang, dass ihr Anton auch zukünftig gelassen an neue Situationen und Gegenstände heran geht. Mutig arbeitete der junge Wallach an allen Aufgaben mit, sodass sie, wie alle anderen, unter einem Schwungtuch und durch ein Bällebad gehen, das Podest betreten und mit einer brennenden Fackel spazieren gehen konnten. "Jederzeit wieder!" lautete ihr abschließendes Fazit.
von Alke Rowehl
 

 

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